Gibt es eine zukunft für die vergangenheit?

Hintergrund / Entstehung

Mein Mann und ich betreiben seit 2017 das Nostalgiemuseum mit Café in einem gemieteten Teil dem großen und kleinen Saal der ehemaligen Gaststätte Hüneke/Winkelmann in der über 800jährigen Ortschaft Okel. Unter Wertschätzung der seit 1888 betriebenen Gaststätte und deren Bedeutung für den Ort über Jahrzehnte, haben wir mit Leidenschaft und Eigeninitiative einen neuen gesellschaftlichen und kulturellen Ort geschaffen, der vom Publikum aus nah und fern sehr positiv angenommen wird. Nicht Gewinn orientiert, aber kostendeckend.

 

 

Schwerpunkt ist die Präsentation von historischer Technik und Errungenschaften um 1900. Die Erinnerung an die Traditionsgaststätte Hüneke/Winkelmann anno 1888 wird mit der im Voyer entstandenen Heimatgeschichte hochgehalten. Immer wieder sonntags öffnen wir unsere Türen und bieten in der Klönstuv hausgebackene Kuchen und Torten an. Es bereitet uns einfach Freude, anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Am Hl. Abend öffnen wir unseren Türen für alle, die nicht allein bleiben möchten. Unsere Wege sind barrierefrei und Menschen mit Beeinträchtigungen sind bei uns willkommen. Von Anfang an stehen wir auf eigenen Beinen und haben keine Subventionen in Anspruch genommen. Den Widrigkeiten der letzten Jahre (Vollsperrung der L333 im Jahr 2019, Coronapandemie, Inflation, Unfall meines Mannes) haben wir getrotzt. Regelmäßige Oldtimertreffen und kulturelle Abendveranstaltungen runden das Angebot ab. Seitdem ist das außergewöhnliche Nostalgiemuseum hier auf dem Dorf weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden und erfreut sich großer Beliebtheit.  Bei Touristen, Vereinen und Kulturschaffenden und Kulturinteressierten.

 

 

Im neunten Jahr droht das Ende. Die Eigentümergemeinschaft will verkaufen und hat allen Mietern gekündigt. Sollte dieses historische Gebäude abgerissen werden war all unsere Arbeit umsonst und unsere über 800jährige Ortschaft Okel um ein den Ort prägendes Gebäude hier am Dree Eck ärmer. Und auch die Stadt Syke und der Landkreis Syke wäre um eine Institution ärmer, die einen Ausflug attraktiv macht.

 

Das Nostalgiemuseum in diesem historischen Gebäude
  • spielt mit seinem geschichtlichen Hintergrund eine bedeutende Rolle in der regionalen und kulturellen Geschichte!
  • prägt das Ortsbild und die Kulturlandschaft in der Provinz!
  • hat eine volkskundliche Bedeutung für die lokale Kultur und Tradition!

Nach einem Verkauf und evtl. Abriss

  • verliert unser Dorf Okel einen Zeitzeugen seiner Heimatgeschichte! 
  • verlieren Okeler Senioren ihren Klönschnaktreffpunkt! 
  • verlieren Touristen ein beliebtes Ausflugsziel! 
  • verlieren Bürger einen Raum für Gesellschaftsfeiern und -treffen! 
  • verlieren Soziale Einrichtungen die Möglichkeit von Ausflügen für Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen! 
  • verlieren Kulturschaffende einen beliebten Auftrittsort! 
  • Der Landkreis Diepholz ein gern besuchtes Ausflugsziel! 

Seit 1888 ein Haus voller Leben

Das Nostalgiemuseum befindet sich in einem Teil des geschichtsträchtigen Hauses in der über 800jährigen Ortschaft Okel. Okel gehört zur Stadt Syke im Landkreis Diepholz. Das Leben der im Jahr 1888 erbauten Gaststätte ist geprägt von zahlreichen Erlebnissen, die sich in den vergangenen fast 140 Jahren ereignet haben.

Der Gastwirt Hüneke betrieb zunächst einen Handel mit Salz, Teer, Kalk und ähnlichen Produkten. Diese schaffte er regelmäßig mit seinem Pferdegespann aus Bremen heran. Der Laden und die spätere Gaststätte Hüneke wurde im Sprachgebrauch bis heute kurz „Bi'n Höker“ genannt. In der Gaststätte traf man sich auf ein Feierabendbier. Anfang des 20. Jahrhunderts diente es als kaiserliches Postamt. Zwei Weltkriege hat die Familie mit ihrem Betrieb überlebt. Im zweiten Weltkrieg besetzten Alliierte tagelang den großen Saal. Die gegenüberliegende Dorfschule nutze die Räumlichkeiten für den Sportunterricht sowie der Turn- und Sportverein Okel. Der Tanzlehrer Jan 1-2-3 aus Weyhe erteilte Tanzunterricht. Über mehrere Jahrzehnte entwickelte sich der Familienbetrieb zu einer Gaststätte mit großem Tanzsaal, der Platz für 200 Gäste bot. Niemand hat es gezählt, aber im Laufe der Zeit gab es hier zahlreiche Gesellschafts- und Vereinsfeiern sowie Vorführungen. Auf dem gut gewachsten Tanzboden feierten die Okeler und schwangen das Tanzbein. Das Fräulein Hüneke heiratete in die Familie Winkelmann ein. Ihr Sohn Bruno betrieb das Erbe mit seiner Frau Margret bis zum Verkauf der Immobilie im Jahr 2016 an eine Grundstücks GbR weiter, die die Räumlichkeiten einzeln vermietet. Die Gaststätte Winkelmann war bekannt für Gesellschaftsfeiern, Kohl- und Pinkelausflüge und Tanzveranstaltungen.

Auch heute empfängt unser Museum viele interessierte Besucher aus nah und fern, die sich an der Dauerausstellung zur Entstehung der Mobilität, Tontechnik, Fotografie, der Dorfchronik, der Historie zur Gaststätte Hüneke/Winkelmann, wie auch den Sonderthemen erfreuen. Kleine Exponate und antikes Mobiliar aus längst vergangenen Zeiten tragen zum nostalgischen Flair bei. Oldtimertreffen, Sommerfest mit Tagesprogramm und monatlich stattfindende Konzerte und Lesungen bereichern die Kulturszene. Ein überschaubares ehrenamtliches Helferteam hat sich gefunden, das insbesondere bei Veranstaltungen arbeitsentlastend an unserer Seite steht.

Das Museumscafé bietet Platz für kleinere Gesellschaftsfeiern (Geburtstage, Trauerkaffee) und Gruppenbesuche, z.B. Wanderer, Radfahrer, soziale Vereine, Busunternehmen u.a. Einmal monatlich findet der Okeler Seniorenklönschnack mit einem informativen und unterhaltsamen Programm statt. Unsere Gäste fühlen sich im nostalgischen, historischen Ambiente sehr wohl und bedanken sich häufig für unser Engagement und die wohlschmeckenden hausgebackenen Torten.

 

Eine bedeutende Rolle in der regionalen und kulturellen Geschichte

Mit dem Museum stirbt nicht nur eine historische Ausstellung und Dorfchronik, sondern ein gesellschaftlicher, kultureller Treffpunkt und ein historisches Gebäude, das in den letzten fast 150 Jahren viel erlebt hat, und seit 1888 zum Dorfbild gehört. In dem vom Kreismuseum Syke und dem Kreisheimatbund Diepholz e.V. erschienen Buch „Halte Rast, sei unser Gast“ wird auf den Seiten 373 bis 381 ausführlich über „Die Geschichte des Okeler Gasthauses Hüneke/Winkelmann“ und auch über unser Nostalgiemuseum (Seite 471) berichtet. Wir sind dankbar über die Erwähnung als Nachfolger. Auch wenn sich hier ein Fehler eingeschlichen hat: zu unserem heutigen Bedauern haben wir die Immobilie nicht gekauft. Dann hätten wir das aktuelle Problem nicht. Erwähnungen finden sich auch in anderen Büchern, z.B. Syke und umzu. Hinweise auf das Nostalgiemuseum sind auf den Syker Infotafeln und im Flyer „Knotenpunktnetz“ im Landkreis Diepholz zu finden. Radio Bremen berichtete über das Museum im regionalen TV Programm „buten un binnen“ und bremen eins in der Marcus Rudolph Show. 

 

hoffnung

Für uns ist das Museum ein Lebenswerk. Ein Projekt mit sozialem und kulturellem Engagement, das wir in unserer Freizeit ausführen. Für ein geselliges Miteinander. Wir sind in einem Alter in dem man nicht mal eben wieder von vorne anfangen kann. Mein Mann, das Team und ich möchten so gerne hier in diesem historischen Gebäude weitermachen! In uns stecken jedoch noch so viele Ideen! Auch die zahlreichen Künstler sind dankbar für jede Bühne!

 

Wir wenden uns nun an die Öffentlichkeit und hoffen Menschen zu finden, die uns in dieser verzwickten Situation helfen können. Vielleicht hat jemand eine zündende Idee? Wir zählen auf Ihre Erfahrungswerte und Ideen für eine Lösung, um diesen wunderbaren historischen Treffpunkt und das Nostalgiemuseum am Leben zu erhalten!

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf eine Email oder ein Telefonat.


Elke und Wolfgang Kaeding
Nostalgie Museum & Café


Eine Zeitreise

1888 bis 2025

Das nachstehende Video gewährt Einblicke in die Vergangenheit, die 1888 hier in Okel mit der Errichtung des Landgasthofes Hüneke begann und die aktiven Jahre des Nostalgiemuseums von 2017 bis 2015.

 

Gerne nehmen wir Sie mit auf eine Zeitreise, die 1888 beginnt, die Entstehung des Museums und die zahlreichen geselligen Treffen präsentiert. Am Ende melden sich einige KünstlerInnen zu Wort, die auf unserer Kleinkunstbühne ihr Publikum begeistert haben: Benedikt Vermeer (Literaturkeller Hansestadt Bremen), Hardy & Heroes ( Dessau/Roßlau), Attila Vural (Städa/Schweiz), Rika Tjakea Schütte (Swing op de Deel, Hamburg), Tim Lothar (Frederikshaven, Dänemark), Nordic Sunset (Norderstedt, Schleswig Holstein) Björn Nonnweiler (Hagen, Nordrhein-Westfalen) und Thorsten Vüllgraf (Hansestadt Bremen).

 

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, um zu Verstehen, warum uns die Fortführung des Nostalgiemuseums genau in diesen historischen Räumlichkeiten so am Herzen liegt. DANKESCHÖN.

Künstler kommen zu Wort



Presseberichte

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